Ersatzneubau Wohnsiedlung Quellengarten Aarau / Wettbewerb 4.Platz

Auftraggeber: Bau- und Wohngenossenschaft Graphis

Die Wohnbaugenossenschaft Graphis beabsichtigt den Ersatzneubau der Wohnsiedlung Quellengarten in Aarau. Der Bedarf sieht die Erstellung von preisgünstigen Wohnungen mit hohem Wohnwert vor, die den spezifischen Wohnbedürfnissen von Familien oder anderen Haushaltsformen mit Kindern, Einzelpersonen, jüngeren und älteren Paaren gerecht werden. Das genossenschaftliche Gedankengut prägt die Siedlung, die sich am Übergang des für Rohr typischen Einfamilienhaus-Gebiet und der angrenzenden, grossmassstäblichen, Bebauung der 60er und 70er Jahre befindet.

Das Projekt sieht sich als Vermittler dieser beiden Massstäbe. Zwei volumetrisch fein gegliederte Punkthäuser formulieren zusammen mit einem der Grabenstrasse folgendem Riegel das neue Zentrum der Siedlung: den Gemeinschaftshof. In der südöstlichen Ecke des Areals entsteht durch das zurückversetzen der angrenzenden Baukörper ein kleiner Vorplatz, der das Areal zum Quartier öffnet und zwischen zwei unterschiedlichen Niveaus vermittelt. An der Schnittstelle zwischen Vorplatz und Hof befindet sich der Gemeinschaftsraum. Die Lage sowie die vielfältige Nutzbarkeit der Aussenräume macht ihn sowohl für die neuen Bewohner, als auch für das Quartier attraktiv.

Die zwei unterschiedlichen Haustypen weisen einen vielfältigen Wohnungsmix auf und reagieren mit unterschiedlichen Erdgeschossnutzungen auf die direkte Nachbarschaft. Der kleinteiligen Ein- und Mehrfamilienhausstruktur im Süden werden gestapelte Reihenhäuser gegenüber gestellt; die Punkthäuser bilden im Nordwesten und Südosten die Fixpunkte für den Übergang vom Einfamilienhaus zum Hochhaus. Alle Häuser werden über den Gemeinschaftshof erschlossen.

Raum für die Nachverdichtung findet sich im Nordosten des Areals, ein dreigeschossiger Baukörper mit Reihenhäusern ist eine mögliche Erweiterung des Wohnungsangebots. Bis zur Realisierung bleibt Raum für eine Blumenwiese und Gemüsegärten der Anwohner.


Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel



Mitarbeit: Julia Brandenburg, Alexander Bierer, Manuel Hauser

Bilder: Sven Schröter