Ersatzneubau Wohnsiedlung Klosterbrühl, Wettingen (CH-AG), WETTBEWERB 3.PLATZ

Wohngenossenschaft Lägern Wohnen

Die bestehende Wohnsiedlung Klosterbrühl aus den 40er Jahren ist in die Jahre gekommen und soll einem Ersatzneubau weichen. Neben einer sinnvollen Etappierung sucht die Genossenschaft nach einer Übersetzung der heute stark durchgrünten Siedlung auf eine zeitgemäss dichtere Architektur, die ihren Bewohnern eine hohe Lebensqualität bei günstigen Mieten bietet.

Die Setzung eines neuen Musters unterschiedlich grosser Gebäudevolumen schafft hochwertige Aussenräume innerhalb der neuen Siedlung und verwebt sie gleichzeitig sensibel mit ihrer sehr heterogenen Umgebung. Trotz deutlich erhöhter Dichte generieren die auf die spezielle Geometrie des Grundstücks reagierenden Volumen eine Sequenz hofartiger Freiräume, die an das Bild der heute stark durchgrünten Siedlung anknüpfen. Brüche, Vor- und Rücksprünge gliedern die grossen Gebäudevolumen und knüpfen an die Massstäblichkeit der kleineren Ein- und Mehrfamilienhäuser der Umgebung an.

Durch die Siedlung führt ein einfaches, unaufgeregtes Wegsystem. In den Höfen weiten sich die Wege zu Plätzen mit Brunnen, zu angenehmen Orten der Begegnung, zum Verweilen und Spiel. Der grosse Platz beim neuen Gemeinschaftsraum bildet jedoch das eigentliche Zentrum der neuen Siedlung. Kaskadenähnlich werden die unterschiedlichen Niveaus mit Treppen und Sitzstufen miteinander verbunden. Die bestehende Tiefgarage wird aus ökologischen und ökonomischen Gründen in den Neubau integriert.

Jedes der Treppenhäuser erschliesst sowohl kleinere als auch grössere Wohnungen. Ein der Lebenssituation entsprechender Wechsel der Wohnung ist somit auch innerhalb einer Treppenhausgemeinschaft möglich. Die Morphologie der Häuser ermöglicht nicht nur eine wirtschaftliche Erschliessung der Wohnungen durch 3-6 Spänner, sondern macht auch eine zwei, und bei den 4.5 Zimmer Wohnungen sogar dreiseitige Orientierung möglich. Eine klare Unterteilung in Tag-Nacht , bzw. Zimmer und Wohnbereiche macht alle Wohnungen sowohl für Familien, als auch für Einpersonenhaushalte attraktiv.


Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel



Mitarbeit: Anne-Marie Wagner, Julia Brandenburg, Tilman Glatz

Baumanagement: Emch + Berger AG, Basel

Bauingenieur: Schnetzer Puskas Ingenieure, Basel

Landschaftsarchitektur: W+S Landschaftsarchitekten AG, Solothurn

Gebäudetechnik: Aicher de Martin Zweng AG, Luzern

Bilder: Sven Schröter