Sportcluster / Lausanne (CH-LAU) / WETTBEWERB 4.PLATZ

Auftraggeber: Kanton Waadt

Als Teil eines politischen Programms, baut der Kanton Waadt in seiner Hauptstadt ein Sport-Cluster auf dem Campus de Dorigny. Der Neubau vereinigt das Sportwissenschaftliche Institut der Universität Lausanne, die Académie Internationale des Sciences et Techniques du Sport (AISTS) und die Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU) unter einem Dach. Der zum Bau dieses Gebäudes ausgeschriebene Wettbewerb beinhaltet zudem in einem Ideenteil einen Erweiterungsbau für die Fakultät für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Neben der Idee dem Rand des Campus ein Gesicht zu geben, kommt das Bedürfnis zur Klärung der landschaftlichen Struktur hinzu. Aus diesem Grund wird der nicht ausgelastete Verkehrskreisel an einen verkehrstechnisch sinnvolleren Ort verlegt und damit der Lauf des Flusses wieder geöffnet und die Grünachsen ergänzt.

Das Gebäude kennzeichnet mit Hilfe seiner konkav-konvexen Kubatur vorderseitig seine Ausrichtung zum Genfer See und formuliert rückseitig eine Eingangssituation. Diese orientiert sich auf die ost-west-gerichtete Haupterschliessungsachse des Campus.

Die nach Aussen konkaven Gebäudeteile liegen sich innenräumlich konvex gegenüber und bündeln an diesem engsten Punkt die gebäudetiefe Empfangssituation mit Blick zum Genfer See. Dieses Konzept wiederholt sich in allen jeweils unterschiedlich genutzten Geschossen.

Während sich im Erdgeschoss das Auditorium und die Kurs- und Seminarräume befinden, beherbergt das 1.Geschoss die Büros der Sportfakultät und das 2.Geschoss die Institute. Alle Ebenen werden über das raumübergreifende Atrium verbunden, das von dem Betonfachwerk der Decke geprägt ist und durch dessen punktuell geöffnete Rauten belichtet wird.

Die oszillierende Fassade des Gebäudes löst mit seiner gefalteten Fläche den Massstab des Volumens auf und erzeugt durch die Vielfalt der Geometrie eine visuelle Dichte, die dem Bau einen ikonographischen Charakter verleiht.

Die Konzeption der Haustechnik, Struktur und Kubatur des Gebäudes berücksichtigt die Gewährleistung des Minergie-P-Eco Standards.

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Constant Pasquier, Katarzyna JóźwikPatrick Ayer

Tragwerk: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Mitarbeit: Giotto Messi

Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten, Liestal
Mitarbeit: Mitarbeit: Lars Uellendahl

Haustechnik: Pierre Chuard Ingénieurs  conseil, Le Mont-sur-Lausanne
Mitarbeit: Pascal Socchi

Bauphysik: Sorane SA, Ecublens
Mitarbeit: Dario Aiulfi

Elektro: Betelec, Villars-Sainte-Croix
Mitarbeit: Marco Savona

Verkehrsplaner: Pestalozzi & Stäheli, Basel

Bilder: Studio Tanuki, Lausanne 

Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten, Zürich Mitarbeit: Lars Uellendahl