Pflegeheim Marthastift (CH-BS) / Wettbewerb 2.Platz

Auftraggeber: Immobilien Basel-Stadt

Die Einwohnergemeinde der Stadt Basel ermöglicht die Planung eines zeitgemässen Ersatzneubaus für das momentan am Peterskirchplatz gelegene Alters- und Pflegeheim mit Demenzstation, indem sie das nördliche Eck der Parzelle an der Flughafenstrasse / Friedrich-Miescher-Strasse, auf der sich hauptsächlich die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel befinden, im Baurecht an die Stiftung Marthastift abgibt.

Der zur Strasse hin viergeschossige Ersatzneubau schliesst und akzentuiert städtebaulich die Ecke an der urbanen Kreuzung. Rückseitig knüpft der orthogonale Bau durch seine differenzierte, auf das Raumprogramm abgestimmte Geschossentwicklung an den Massstab der vorhandenen Klinikbebauung an und erreicht durch seine Terrassierung einen sanften Übergang zur bestehenden Parklandschaft.

Die Geschossstaffelung des Gebäudes ermöglicht die Einbindung grosszügiger Terrassen in den Baukörper und mannigfaltigen Blickbeziehungen von den Aufenthaltsbereichen in den angrenzenden Grünraum.

Die gewählte Hoftypologie ermöglicht eine gute natürliche Belichtung aller Räume und vermittelt mit seiner introvertierten Raumstruktur und seinen einhergehenden Blickbeziehungen ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe für die Bewohner.

Die abwechslungsreichen Raumfolgen entlang der Fassade und zwischen den Zimmerschichten laden zum Umherwandern und Verweilen ein.

Der strukturelle und typologische Ausdruck des Hauses wird über eine zurückhaltende Materialität verstärkt. In der Kombination von Aussenbegrünung und Backstein entsteht ein poetisches Bild des Baukörpers, in dem der Wechsel der Jahreszeiten erlebbar wird und Erinnerungen weckt.
  

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Julia Brandenburg, Jennifer Gend, Tilman Glatz

Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten, Zürich
Mitarbeit: Lars Uellendahl

Tragwerk: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Mitarbeit: Giotto Messi

Brandschutz: Visiotec AG, Allschwil
Mitarbeit: Rudolf  Werdenberg

Bilder: Sven Schröter, Hannover