Neugestaltung des Austellungsbereichs Abegg Stiftung / Reggisberg (CH-BE) / offener Wettbewerb 3. Preis

Bauherrschaft: Abegg-Stiftung

...aus der Werkmatrix geht  hervor, dass eine doppelte Zusammenstellung von dem Exponat am besten wäre...

Im Dezember 1961 gründeten Werner und Margaret Abegg nach langer privater Sammlungstätigkeit das Institut der Abegg-Stiftung. Ihr Interesse und Engagement galt seit jungen Jahren der Erforschung und Bewahrung alter Textilien.

Das Museum war in einem Gebäude aus dem Jahr 1967 untergebracht, das seither mehrfach erneuert und erweitert wurde. Das haftete dem Ausstellungsbereich an. Er wirkte unübersichtlich und heterogen.

Das Ziel des Verfahrens war, die rund 1100 m2 Ausstellungsfläche umzubauen, neu und gesamtheitlich zu organisieren und zu gestalten.

Im hiesigen Projektvorschlag wird die doppelte Ordnungsstruktur der Sammlung aufgenommen und die Inszenierung der geographischen und historischen Herkunft vorgeschlagen.

Über drei breite Durchbrüche werden das ursprüngliche Museumsgebäude und die hinteren Hauserweiterungen neu miteinander verbunden. Der daraus folgende einheitliche und fliessende Ausstellungsraum zieht sich nun über das ganze Gebäude. 

Das Wegenetz differenzierte sich in zwei längliche Erschliessungsachsen und drei Querverbindungen.

Die Ausstellungsstruktur basiert auf kappellenartigen, räumlichen Einheiten, die in ihrer Anordnung auf die doppelte Anforderung eingehen. In diesen thematischen Einheiten, werden die Textilien in ihr historisches und künstlerisches Umfeld eingebettet und in Beziehung gesetzt.

Jede Kapelle verfügte sowohl über feste Wände, hauptsächlich für Unterglastextilien, als auch über durchlässige, flexibel gestaltbare Ränder.  Diese können nach dem Prinzip des Baukastens mit unterschiedlichen, den auszustellenden Objekten entsprechenden Elementen - Vitrinen, Sockel, Leuchttische, Sitzbänke, usw. - gestaltet werden.

Die flexiblen Randzonen schaffen nun Bezüge nach zwei Seiten: zur thematischen Kapelle und zu den themenverknüpfenden Zwischenräumen. Dadurch entsteht eine Abfolge qualitativ komplementärer Ausstellungsbereiche.

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Christoph Schlup

Lichtplanung: Etienne Gillabert, New York