Naturmuseum / St. Gallen (CH-SG) / offener Wettbewerb 3. Rundgang

Bauherrschaft: Stadt St. Gallen

Mit einem neuen Naturmuseum beim Botanischen Garten sollte das Konzept „Drei Museen - Drei Häuser“ der Stiftung St.Galler Museen umgesetzt und die räumlichen Engpässe behoben werden.
 Als neuer Standort sollte die bisher vor allem von der Kirche St. Maria Neudorf geprägte Rorschacher Strasse städtebaulich mit einem Neubau bereichert werden.

Das vorgeschlagene Projekt reagiert mit einer volumetrischen Staffelung auf die unterschiedlichen Gegebenheiten der Quartiersstruktur: hohe Volumen zum Park, Kirche und zum Freiraum am Pappelweg, tiefere Volumen zu den Wohnhäusern und zum Eingang an die Rorschacher Strasse.

Mit der dadurch resultierenden Verschmelzung des Gebäudes mit dem leicht ansteigenden Terrain, empfängt das in sich ruhende Gebäude den Besucher und führt ihn mit einer sanften Aufwärtsbewegung von Raum zu Raum.

 Innenräumlich schafft diese Höhenstaffelung der Geschosse Einblicke in die verschiedenen Museumsbereiche. Aus diesen Sichtbeziehungen resultiert die Möglichkeit inhaltliche Rückbezüge zu schaffen.

Die wabenförmigen Betonelemente der Fassade, verleihen dem Körper Gewicht und gliedern die Fassade. Der Museumsbau kann so mit Präsenz und eigener Identität in Erscheinung treten.

Das inszenierte Wegesystem des Naturparks führt an den Wissensgärten vorbei und verbindet den Botanischen Garten und die Kirche mit dem Museum.

 

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Anja Beer, Verena Beltran, Julia Brandenburg

Landschaftsplaner: James Melson

Statik: Büro Thomas Boyle + Partner AG, Zürich

Haustechnik: Ingenieurbüro Stefan Graf, Basel

Bilder: Sven Schröter, Hannover