Schulneubau für die Lycée français de zurich / Maur (CH-ZH) / Studienauftrag

Auftraggeberin: Association du Lycée Français de Zurich

Die Lycée Français de Zurich ist eine vom Kanton Zürich anerkannte französische Privatschule. 
Sie ist in der Nähe von Zürich, aufgeteilt in einem Gebäude in Gockhausen sowie einer gemieteten Liegenschaft in Stettbach, untergebracht.

Für eine langfristige Lösung plant das LFZ einen zusammenfassenden Neubau in direkter Umgebung, in Maur. Die Möglichkeit für eine zukünftige Erweiterung des Gebäudes sollte gewährleistet sein.

Das neue Schulhaus nimmt volumetrisch Bezug auf die Topographie und die Orientierung des Ortes. Es wird harmonisch in das abfallende Gelände eingebettet und definiert einen neuen Siedlungsabschluss.

Der aus dem Raumprogramm resultierende tiefgehaltene Solitär passt sich im Schnitt und Grundriss dem in zwei Richtungen abfallenden Gelände an. Die Geschosse entwickeln sich in Splitlevels nach oben und resultieren dadurch in einer fliessenden Bewegungskontinuität innerhalb des Volumens.

Die gemeinschaftlichen Funktionen sind offen und übergreifend gestaltet. Alle vertikalen und horizontalen Erschliessungs-, sowie Funktionsflächen strukturieren das Herz des Gebäudes ohne dass sie die Flexibilität einschränken. Auf jeder Ebene erschliesst ein zentraler Gang die Klassenzimmer, die Spezial-Räume und die Bibliothek. 

Zwei Haupttreppenhäuser führen zu den von allen Altersklassen genutzten Räumen im Untergeschoss, wie Mensa, Mehrzweckraum, Turnhalle und Verwaltung.

Die adäquat dimensionierte Primärstruktur des Neubaus ermöglicht das Versetzen der Trennwände innerhalb des Fassadenrasters und ermöglicht dadurch eine flexible Raumaufteilung über das ganze Haus. Die zu empfehlende Erweiterungsfläche entlang des Karo Weges kann in Höhe und Fläche genau und einfach ergänzt und angepasst werden. 

Die Fassade ist geprägt von der langgestreckten Horizontalität der Decken, welche mit der wellenförmigen Bewegung der Landschaft kontrastiert. Die tiefen Fassadenbänder aus vorfabrizierten Betonelementen sind mit einer Glasssplittschicht, welche das Licht reflektiert, veredelt. Die Fensterrahmen sind aus geöltem Naturholz vorgesehen. 

Der gedeckte Pausenplatz erweitert sich räumlich ins Erdgeschoss und verbindet dadurch Landschaft und Gebäude. Eine durchgehende Fensterfront rahmt die Aussicht ein. 

Die differenzierten Aussenraumnutzungen wie Spiel-, Lehr und Sportbereiche sind gestalterisch von der Hanglandschaft inspiriert und behutsam in die Landschaft eingesetzt.

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Julia Brandenburg

Landschaftsarchitektur: Westpol, Basel

Bilder: Sven Schröter, Hannover