Stadtentwicklung Ried / Köniz (CH-BE) / offener Wettbewerb 4. Preis

Auftraggeber: Planungsbehörde der Gemeinde Köniz

...nachts kriechen Waldtiere ins Quartier...

Das Ried in Niederwangen ist die grösste zusammenhängende Baulandreserve der Einwohnergemeinde Köniz. 
Die noch nicht überbauten und noch nicht erschlossenen Baulandflächen würden die Realisierung von Wohnraum für 2'000 bis 2'500 BewohnerInnen erlauben. Das Ried hat damit das Potential für eine qualitativ hochstehende, attraktive Wohnüberbauung im stadtnahen, gut erschlossenen Raum.

Das Projekt K-Park bildet eine unverkennbare Primärstruktur für die zukünftige Entwicklung des Areals. Es übernimmt die Quartierbestandteile und setzt sie in einem neuen räumlichen Verhältnis zusammen. Aus Erschliessung, Haus und Grünraum wird Parkstrasse, fliessender Grünraum und Gebäudeinsel.

Mit dem Versuch die Frage der Dichte radikal anzugehen, wird für alle Baufelder und die ganze Erschliessung nur 28% der rund 291'000 qm Arealfläche in Anspruch genommen (exkl. Schule). Mit diesen knapp 80'000 qm wird eine gesamt BGF von 116'000 qm erreicht. 

Durch tiefe Baukörper, grosse Formen und kompakte Einfamilienhäuser wird dieser sparsame Umgang mit dem Boden ermöglicht. Zudem dient die Kompaktheit als Voraussetzung für eine energetisch nachhaltige Planung. 

Die Häuserinseln  stehen wie überdimensionale Skulpturen im Park und bieten durch unterschiedliche Typologien, wie Solitär, Blockrand oder als Einfamilienhausteppich unterschiedliche wohnräumliche, wie auch  aussenräumliche Qualitäten. Den Bewohnern eröffnen sich so von tiefen Einblicken in den Wald bis hin zum Blick in den gemeinsamen Hof differenzierte Ausblicke.

Der offene Grünraum bildet den öffentlichen Konsensort. Für die neuen Einwohner ist er Erschliessungsraum und Wohnumfeld, die Agglobevölkerung nutzt ihn als Zugang und Erweiterung des Naherholungsgebietes und den einheimischen Tieren und Pflanzen dient er als neuer Lebensort.

 

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel 

Landschaftsarchitektur: PG Landschaften, Sissach

Gebäudetechnik: Gruner AG, Basel