Wohnhaus am Riehenring / Basel (CH-BS) / Studienauftrag

Auftraggeber: Bau- und Verwaltungsgenossenschaft Wohnstadt

Die Bau- und Verwaltungsgenossenschaft Wohnstadt beabsichtigt auf einer Hofparzelle am Riehenring in Basel, welche die Stadt Basel im Baurecht abgegeben hat, zeitgemässe, familienfreundliche Genossenschaftswohnungen zu errichten. Geplant sind ca. 35 vergleichsweise preiswerte Wohnungen in ruhiger, zentraler Stadtlage.

Die Adress- sowie Identitätsbildung des neuen Wohngebäudes, das innerhalb eines bestehenden, fast komplett geschlossenen Blockrandes platziert ist, erzielt der neue Baukörper durch seiner Typologie und seiner Kubatur.

Zwei im Grundriss gespiegelte, verknüpfte Punkthäuser definieren infolge ihres verjüngten Verbindungsteils zwei klare Aussenräume; einen Eingangsplatz auf der Riehenringseite und einen Spielplatz auf der Rückseite der Turnerstrassenfront. Die Kubatur mit ihren gebrochenen Kanten steht im klaren Kontrast zu der umliegenden linearen Blockrandbebauung.

Das durchlässige Erdgeschoss verbindet zwei natürlich belichtete Treppenhäuser miteinander und ergänzt diese Raumfolge mit einem Gemeinschaftsraum, Kinderwagenräumen sowie separat vermietbaren Arbeitsräumen.

Die Gebäudezäsur in der Mitte des Gebäudes bildet auch die Grundlage für die diagonale Ausrichtung der Wohnungen zu den Blockrändern. Diese sind in zwei Schichten organisiert; Entrée, Flurbereich, Nasszellen und Reduit in einer inneren Schicht, die Schlafzimmer und die Wohnraumfolge in einer zweiten Schicht an der Fassade entlang.

Das Wohnzimmer übernimmt die Erschliessungsfunktion und bildet eine zusammenhängende, geometrisch von den orthogonalen Schlafzimmern abweichende Raumsequenz mit Küche, einem Tageszimmer und Balkon. Mit dieser Sequenz und der Dimensionierung der geschlossenen Wandanteile und Schiebetüren wird ein Gleichgewicht zwischen räumlicher Durchlässigkeit und Möblierbarkeit gesucht. Die Fassade verstärkt die Qualität der Raumumfassung mit tiefliegenden Fensterbrüstungen (75cm).

Der Ausblick ins Grüne wird durch das Auffüllen des bestehenden Baumbestandes mit locker verteilten, lichtdurchlässigen Baumarten unterstützt.

Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Jennifer Gend, Tilman Glatz

Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten, Zürich
Mitarbeit: Lars Uellendahl