Kunstmuseum Basel Erweiterungsbau (CH-BS) / anonymer Wettbewerb im selektiven Verfahren

Bauherrschaft: Kanton Basel-Stadt

...hoch durch eine diskrete Metamorphose...

Das Kunstmuseum Basel gilt als eines der führenden Kunstmuseen der Welt. Die Sammlung beginnt mit Werken aus dem 15. Jahrhundert. Sie wird laufend ins 21. Jahrhundert erweitert .

Aufgrund einer Schenkung an den Kanton Basel-Stadt bot sich die Chance, auf der benachbarten Parzelle der Liegenschaft „Burghof“ eine notwendige räumliche Erweiterung mit einem Neubau zu realisieren.  

Der Erweiterungsbau sollte vor allem ein Ausstellungshaus sein, das dem Kunstmuseum durch wechselnde Präsentationen immer wieder einen neuen Auftritt ermöglicht.  

Dem konzipierten Projekt wurde die Idee der Metamorphose von einem Haus in das nächste  zu Grunde gelegt.

Durch das Haupthaus erschlossen, entwickelt sich der neue Bau über einen verknüpfenden Gebäudeteil im Untergeschoss zur benachbarten Parzelle.

Im Durchlaufen des Hauses erlebt der Besucher subtil die Transformation und räumliche Verschneidung der auf die städtische Situation und auf das Raumprogramm zugeschnittenen Kubatur der vier Geschosse. 

Von der durch die Baulinienanordnung beeinflussten Ausdehnung des Erdgeschosses bis hin zur autonomen Geometrie im obersten Geschoss löst sich räumlich wie atmosphärisch das Gebäude vom Stadtraum ab und steigert in seiner

Grundrissdisposition die Konzentration auf die Kunst die keinen räumlichen Kontext braucht, folglich in rechtwinkligen Ausstellungsräume mit Oberlichtern. Die Treppe setzt sich durch Ihren dynamischen Verlauf autonom in Bezug zu den Ausstellungsräumen.

Die Verzahnung der oberen und unteren Hausgeometrie entspricht sowohl einer Geschossdifferenzierung wie auch dem Bedürfnis, zur Strassenkreuzung hin einen expressiven Akzent zu setzen.

Die ornamentale Struktur der Fassade stand in doppeldeutiger Beziehung zum Baukörper. Sie machte die Idee der Beziehungen zwischen den Bauteilen sichtbar und stärkte in seinem Bezug zu den Öffnungen die Körperwirkung des Hauses.


Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Tiago Dias, Dano Gloor, Anja Beer, Verena Beltran, Julia Brandenburg

Generalplanung: GSG Projekt Partner, Basel

Statik: Büro Thomas Boyle + Partner AG, Zürich

Haustechnik: KIWI Systemingenieure und Berater AG, Dübendorf

Fassadenplanung: Emmer Pfenninger Partner AG, Münchenstein

Lichtplanung: Etienne Gillabert, Lausanne

Beratender Kurator: Marco Costantini

Brandschutz: A+F Brandschutz GMBH, Pratteln

Sicherheit: Global-Risks Partner

Bilder: Sven Schröter, Hannover