Hochhaus am Depot Dreispitz Basel (CH-BS) / offener Projekt- und Ideenwettbewerb 1. Preis

Auftraggeber: Immobilien Basel-Stadt

...etwas soll vom industriellen Charakter bestehen bleiben, auch wenn die
Industrie weg ist ... 

Der «Platz am Depot Dreispitz» erlangt seine künftige Bedeutung durch die aktuelle Entwicklung des Dreispitzareals von gewerblich genutzter Zone in Richtung Mischzone. Als Drehscheibe und Knotenpunkt im Nahverkehrsnetz wird er die umliegenden Stadträume zentral an den öffentlichen Verkehr anbinden und eine wichtige Rolle als Anlaufstelle für öffentliche Dienstleistungen einnehmen. 
Auf dieser Grundlage ist ein klares städtebauliches Zeichen die angemessene Antwort auf die Frage, wie mit diesem Ort in Zukunft umzugehen sei.
Eine die Verkehrsströme sortierende Positionierung eines kompakten Hochhauses in Verbindung mit einem urbanen Platz, ist die zu Grunde liegende Idee für das geplante Projekt.

Volumetrische Einschnitte in den Baukörper helfen stadträumliche Bezüge zu schaffen, Verkehrsflüsse aufzunehmen und sie zu lenken.

Da sie nicht im Zusammenhang mit dem Nutzungswechsel des Gebäudes selber stehen antwortet das Volumen  in den Versprungzonen mit einem formal verschmelzenden Thema. Der Wechsel der Funktion zeichnet sich also vor allem über den Öffnungsgrad der Fassadenhaut ab. 

Der konstruktive Aufbau des Gebäudes verfolgt die Anlehnung an einen Industriebau mit einer von aussen ablesbaren Tragstruktur. Innenräumlich ermöglicht die Konstruktion grosse, wandfreie Räume, die verknüpft mit einer entsprechend konzipierten Haustechnik, genügend Spielraum lassen, um nachhaltig und flexibel auf jede Nutzung zu reagieren.

Die Materialien unterstützen die schon in der Kubatur verfolgte Klarheit in der Form. Dabei bestimmt Sichtbeton in der Fassade und auf den Deckenansichten die Stimmung. Dies ist formal ein bewusster Bezug auf den Industriestandort Dreispitz.


Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Julia Brandenburg, Baharak Tajbakhsh, Verena Beltran, Marie Annick Horton

Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten, Zürich
Mitarbeit: Lars Uellendahl

Tragwerk: ZPF Ingenieure AG, Basel
Mitarbeit: Nico Roos

Haustechnik: Ingenieurbüro Stefan Graf, Basel

Bilder: Sven Schhröter, Hannover