Neubau Schulhaus, Pfeffingen (CH-BL), WETTBEWERB 2.PLATZ

Einwohnergemeinde Pfeffingen

...die Zeiten des Frontalunterrichts sind vorbei, neue Unterrichtsformen haben ihren Weg in die Klassenzimmer gefunden. Die Klassenzimmer werden zu Lernlandschaften, wo ein reges Kommen und Gehen stattfindet...

Im Rahmen der Harmonisierung der Schulsysteme entsteht in der Gemeinde Pfeffingen ein erweiterter Raumbedarf ihrer Schulanlage. In dem beabsichtigten Neubau sollen zusätzliche Unterrichtsräume, Räumlichkeiten für einen Mittagstisch und Räume für eine neue Spielgruppe in einer kindgerechten Architektur ihren Platz finden. Der geplante Standort befindet sich auf einer Wiese zwischen dem durch Einfamilienhäuser geprägte Wohngebiet und der bestehenden Schulanlage. Die zwei bestehenden Schulgebäude kommen entlang des Alten Kirchwegs an dem gemeinsamen Schulhof zusammen. Charakteristisch für den Ort ist seine Hanglage, die auch den Baugrund für den Neubau bestimmt.

Eingebettet in diese prägnante Topographie des Ortes verbindet der Neubau auf drei Ebenen die bestehende Anlage mit der programmatischen Erweiterung der Schule. Gestaffelt in drei Häuser schafft der Erweiterungsbau klare Platz- und Eingangssituationen für Alt und Neu. Der höchste Gebäudeteil, von der Strasse aus sichtbar, bildet den Auftakt und verankert städtebaulich die Schulanlage im Quartier.


Das Programm wird auf drei autonome Häuser aufgeteilt. Die Erschliessung über verschiedene Platzniveaus betont zusätzlich die Eigenständigkeit der einzelnen Programmteile und setzt diese über den gemeinsamen Aussenraum in Beziehung zueinander. Logistisch werden die Gebäudeteile durch Lift und Haustechnik zusammengebunden. Alle drei Häuser eint die typologische Raumentwicklung im Inneren. Ein natürlich belichtetes, grosszügiges Treppenhaus bildet das Zentrum, alle Räume sind um die gemeinsame Mitte angeordnet.


Durch diese Nutzungsaufteilung entstehen für die unterschiedlichen Nutzer klare identitätsstiftende Adressen. Durch die Massstäblichkeit der Einzelbauten entsteht ein kindgerechter Ort für die Bildung.



Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel

Mitarbeit: Hervé Doutaz, Manuel Hauser, Julia Brandenburg, Christoph Grube

Bauingenieur: Stempfle Consulting GmbH, Zürich

Bilder: Sven Schröter